Bildmaterial finden und nutzen

Mehr als 1000 Worte... Die Kraft der Bilder richtig nutzen

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Rund 80% der Informationen nehmen wir mit den Augen wahr. 

Unsere Kommunikation ist geprägt von Bildern und visuellen Elementen. 

Kein Wunder, denn Bilder wecken Aufmerksamkeit und Emotionen, erleichtern die Orientierung und verankern die dazugehörigen Informationen besser im Gedächtnis. 

Wie du die Macht der Bilder für eure Werbemittel und Webseite nutzen kannst und wo du lizenzfreies und hochwertiges Bildmaterial herbekommst, erfährst du auf dieser Seite.

Vorteile visueller Kommunikation

Auch komplexe Inhalte können mit Bildern kompakt und eingängig transportiert werden. Dem Betrachter wird mit Fotos und Grafiken das Lesen langer Texte erspart. Die Bedeutung von Icons und Piktogrammen ist sogar meist sprachübergreifend verständlich.

In Bildern werden immer auch Stimmungen und Eindrücke transportiert, die beim Betrachter Emotionen wecken und Assoziationen hervorrufen. Besonders deutlich, wenn andere Menschen abgebildet sind. Sympathie und Identifikation mit dem Bildinhalt (und zugehöriger Marke) gelingen leichter mit visueller Kommunikation.

Wie gut man sich an etwas erinnert, hängt ganz maßgeblich davon ab, wie die Informationen aufgenommen wurden. Eine Lernstudie fand heraus:

Von gesprochenen Infos waren nach 3 Tagen noch ca. 10-20% im Gedächtnis und bei rein gelesenem Text waren es sogar lediglich 10%. Wurden dagegen Text + Bilder kombiniert, konnte eine Gedächtniswirkung von 65% erzielt werden!

Das Image eines Unternehmens, einer Marke, eines Vereins lässt sich mit visueller Kommunikation unterstreichen. Durch einheitliche Farben und Kompositionen erinnert sich der Betrachter deutlich schneller an den Herausgeber.

Perfektes Beispiel dafür sind Logos. (Zum Logo-Quiz)

Ob ein Produkt oder ein Service billig oder exklusiv wirkt, wird ebenfalls stark von der Bildsprache beeinflusst. Hochwertige Bilder stärken das Vertrauen, dass dahinter ebenfalls hochwertige Inhalte stecken. Dass dies mitunter auch täuschen kann, weiß jeder, der einen Fastfood-Burger mit dem Werbefoto des Burgers vergleicht..

Lizenzfreie Bilder für Webseite, Flyer, etc.

Ideal und am authentischsten sind natürlich eigene Fotos von eurer Selbsthilfegruppe. Mit eurer Begeisterung seid ihr selbst die besten „Werbemittel“ für eure Gruppe. Dies ist jedoch leider nicht immer möglich. Gründe hierfür:

  • Gruppenmitglieder möchten anonym bleiben
  • Mangel an fotografischem Können
  • Mangel an technischer Ausstattung
  • Mangel an Zeit
  • Unsicherheit wegen Bildrechten und Verwendbarkeit

Bei Erkrankungen mit hohem Stigmatisierungsfaktor, wie z.B. Sucht, ist es oft nicht leicht Betroffene dazu zu bewegen, auch öffentlich sichtbar zu ihrer Erkrankung zu stehen. Die Lösung können hier die sog. Stockfotos aus Bildagenturen sein. 

(Stockfotos = Bilder werden auf Vorrat produziert; „to have in stock“ – „auf Lager haben“)

„Bildagentur“ muss nicht automatisch bedeuten, dass teure Lizenzgebühren fällig werden. Es gibt eine ganze Reihe kostenlose Bilddatenbanken, deren Bilder gegen Namensnennung oder sogar ohne jede Auflage verwendet werden dürfen.

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Auf Nummer sicher gehen? Dann selbst fotografieren oder Bilder kaufen.

Auch das kostet nicht die Welt. Der Preis für Bildlizenzen richtet sich nach Auflösung und Verwendungsart bzw. Verbreitungsmedium. Kann aber bereits ab 10€ / Bild beginnen. 

Tipp: Bildkosten sind Projektkosten!

Können deine Wunschbilder einem Projekt zugeordnet werden? Plant ihr z.B. neue Flyer / Poster, Relaunch eurer Webseite, etc.? Perfekt! Dann lassen sich Kosten für Bildlizenzen nämlich in eurem Projektantrag unterbringen und werden somit letztendlich von der Krankenkasse übernommen.

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Kostenlose Bilddatenbanken:

Nach eigenen Angaben über 1,6 Mio. Bilder sind auf pixabay.com verfügbar. Sowohl Fotos als auch Illustrationen und Vektorgrafiken sind hier verfügbar. Die Themen und Bilder sind so breit gefächert wie die Qualität. Aber ein Durchschauen lohnt sich allemal.

Hochwertige Fotos aus aller Welt findest du auf unsplash.com. Für die Bildersuche solltest du die englischen Begriffe kennen (oder eben googeln). Aber die tollen Bilder sind diesen kleinen Aufwand wert!

Kostenlose Grafiken und Vektordateien, die aussehen als hätte sie ein Grafiker für dich erstellt. Templates für Flyer und Poster finden sich hier genauso wie einzelne Pictogramme. Freepik ist toll zum Stöbern und inspirieren lassen.

Vorteil: Die Bilder auf dieser recht kleinen Bildplattform hat man nicht schon tausendmal woanders gesehen. Die Fotos von barnimages.com sehen eben nicht wie übliche Stockfotos aus, sondern wirken „selbstgemacht“. 

Hier wird jeder fündig, der tolle hochwertige Bilder sucht. Die thematische Übersicht auf picjumbo.com eignet sich hervorragend, um sich inspirieren zu lassen.

Disclaimer & TIPP:

Nach aktuellem Stand ist bei den o.g. Bilddatenbanken eine Quellenangabe bei Bildnutzung nicht erforderlich, jedoch wird eine freiwillige Angabe sehr geschätzt. Lizenzvorgaben könnnen sich ändern, daher vor dem Runterladen nach den aktuellen Vorgaben schauen und sicherheitshalber einen Screenshot machen.

Bilder richtig verwenden - Hintergrundwissen

Warum sieht ein Bild am Monitor perfekt aus und auf dem gedruckten Flyer pixelig? Was muss ich beachten, wenn ich Bilder auf meine Webseite hochlade? Und wie kann ich ohne eigene Software Bilder verkleinern? Wofür brauche ich eine Vektordatei?

Hier möchte ich euch etwas Basiswissen zur Verwendbarkeit von Bildmaterial an die Hand geben. Denn pixelige Bilder oder lange Bildladezeiten auf Webseiten sind leicht vermeidbar.

Pixelgrafiken

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Bei einer Pixelgrafik – auch Rastergrafik genannt – ist jeder Bildpunkt tatsächlich wie im Mosaik als ein Punkt abgespeichert. Zieht man das Bild also größer, wird auch jeder Punkt (Pixel) größer bis das Bild irgendwann „pixelig“ erscheint. 

Mögliche Dateiendungen: jpg / jpeg, png, tif, gif, bmp

Vorteile von Pixelgrafiken

  • leichte Bearbeitung durch viele Programme möglich
  • ideal bei Fotomotiven
  • hohe Verbreitung

Nachteile von Pixelgrafiken

  • schlechte Skalierbarkeit (pixelig bei Vergrößerung)
  • hohe Dateigrößen je höher die Qualität
  • Umwandlung in Vektorgrafik oft mit Qualitätsverlust

Vektorgrafiken

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Eine Vektorgrafik kann man dagegen ohne Qualitätsverlust beliebig vergrößern, da die einzelnen Bildpunkte als geometrische Pfade logisch beschrieben werden. Die Vektorgrafik besteht also aus mathematischen Kurven und Formeln statt einzelner Bildpunkte.

Mögliche Dateiendungen: eps, ai, dxf

Vorteile von Vektorgrafiken

  • problemlose Skalierung
  • geringe Dateigröße
  • ideal für Logos
  • leichte Umwandlung in Pixelgrafik

Nachteile von Vektorgrafiken

  • weniger Detailreichtum als bei Fotomotiven
  • geringere Kompatibilität
  • Bearbeitung nur mit speziellen Programmen

Ausführlich zum Nachlesen: 

Bildgrößen für deine Webseite

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Kommt ein Bild frisch aus der Kamera (oder dem Smartphone) hat es meist eine große Dateigröße (MB oder GB). Für die Ladezeit einer Webseite, sind kleine Dateigrößen jedoch unerlässlich. Du weißt, wo du ein Bild einbinden möchtest und welche Größe (in Pixeln) diese Fläche hat? Dann speichere das Bild möglichst schon in diesem Format ab. Das Dateiformat jpg/jpeg komprimiert die Dateigröße und ist ideal fürs Web. 

Richtwert: Webseitenbilder nicht größer als 200 KB!

Social Media Bildgrößen

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Ob du bei Facebook & Co. große Bilder mit Megabyte oder Gigabyte hochlädst, ist ziemlich egal, da die Plattformen Bildgrößen bei Bedarf von sich aus reduzieren. Damit eine Grafik jedoch z.B. das passende Seitenverhältnis für einen Header oder Profilbild hat, sollte man diese im Idealfall bereits im anvisierten Format anlegen.

 

Alle aktuell gängigen Social Media Bildformate findest du hier:

Bilder für Printprodukte

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Für die Druckqualität ist die Auflösung eines Bildes entscheidend. Diese wird in dpi = dots per inch oder ppi = pixel per inch) angegeben. Je höher diese Zahl, desto feiner wird das Druckbild. Für den Druck von Printmaterialien wird meist eine Auflösung 300dpi benötigt, um ein gutes Druckbild zu erzeugen. 

Das Erstellen von Druckdaten will gelernt sein, um pixelige Darstellungen, Farbabweichungen etc. zu vermeiden. Zudem benötigt man i.d.R. kostenpflichtige Software, um die Anforderungen des Druckdienstleisterst hinsichtlich Auflösung, Farbprofile, Schrifteinbettung, u.v.m. zu erfüllen. 

Nein, das soll dich nicht abschrecken, denn ich helfe dir gerne beim Erstellen deines Printproduktes. Zeig mir deine Projektidee oder lass dich einfach unverbindlich beraten.

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